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Solaranlage Steuer

Solaranlagen und ihre steuerliche Bedeutung im Überblick

Wer eine Solaranlage kauft, muss steuerlich einiges beachten. Wir zeigen Ihnen, worauf es bei der Steuer ankommt und was Sie absetzen können.

Die Solaranlage und die Steuer: Das ist zu beachten

Wenn Sie die Anschaffung einer eigenen Solaranlage planen, müssen Sie bei der Planung viele Punkte beachten. Was jedoch wenigen Menschen in den Sinn kommt, ist die Steuer. Denn durch den Kauf und die Anmeldung einer Solaranlage interessiert sich auch das Finanzamt für Sie.

Das ist grundsätzlich kein Problem, muss aber beachtet werden. Wir zeigen Ihnen, welches Geld Sie vom Finanzamt zurückbekommen und worauf Sie bei der Steuer achten müssen.

Als Besitzer einer Solaranlage sind Sie Gewerbetreibender

Sobald Sie den von Ihrer Solaranlage erzeugten Strom in das allgemeine Stromnetz einspeisen und somit von der Einspeisevergütung profitieren, sind Sie in Augen des Gesetzgebers und des Finanzamts ein Gewerbetreibender.

Die Eigenschaft als Unternehmer ergibt sich hierbei durch die Vergütung bei der Einspeisung des Stroms. Doch keine Angst, Sie müssen nicht automatisch Gewerbesteuer zahlen. Denn erst einmal werden Sie nur handelsrechtlich so eingestuft.

Erst bei einem Gewinn von mehr als 24.500 Euro müssen Sie als Besitzer tatsächlich ein Gewerbe anmelden und somit Gewerbesteuer bezahlen. Gewinne unterhalb dieser Schwelle werden vom Finanzamt als Bagatelle betitelt und erfordern keine weitere Gewerbeanmeldung.

Solaranlagen auf Privathäusern haben in der Regel so wenig Nennleistung, dass Sie an diese Werte ohnehin nicht heranreichen können.

So ermitteln Sie den Gewinn der Anlage

Der Gewinn Ihrer Solaranlage ergibt sich aus der einfachen Formel: Betriebseinnahmen minus Betriebsausgaben gleich Gewinn.

Betriebseinnahmen sind:

  • Die Einspeisevergütung
  • Pauschalbeträge für selbst verbrauchten Strom
  • Beide Punkte inklusive der Umsatzsteuer

Betriebsausgaben sind:

  • Die Abschreibung des Kaufpreises auf 20 Jahre
  • Die Kreditzinsen bei einer Finanzierung
  • Reparatur und Wartungskosten
  • Versicherungen und ähnliches

Der Eigenverbrauch und dessen steuerliche Berechnung

Nutzen Sie einen Teil des erzeugten Stroms selbst, so stellt dies aus Sicht des Finanzamts eine Entnahme des Betriebsvermögens dar. Aus diesem Grund muss auch dieser Stromverbrauch ermittelt werden. Es gibt drei verschiedene Varianten der Ermittlung:

  • Pauschale Ermittlung mit einem Pauschalbetrag von 20 Cent pro Kilowattstunde
  • Der Wiederbeschaffungswert: Es werden reale Preise pro Kilowattstunde angesetzt, welche vom Energieversorger gefordert werden. Diese Lösung ist vorteilhafter als der Pauschalbetrag und Sie sparen ein wenig an Steuerlast.
  • Berechnung des Eigenverbrauchs auf Basis der Herstellungskosten. Eher kompliziert und für Privatnutzer grundsätzlich eher schlecht.

Die Einkommenssteuer – viel wichtiger

Da private Solaranlagen nur selten genug Energie produzieren, dass Sie mit diesen einen sehr großen Gewinn realisieren, der zur Zahlung der Umsatzsteuer führt, spielt die Einkommenssteuer eine viel wichtigere Rolle.

Solaranlage Steuer
Solaranlage Steuer ©KB3 – stock.adobe.com

Auch bei dieser müssen Sie die Erlöse der Anlage als Grundlage nehmen und die Betriebskosten der Anlage von diesen abziehen. Die dabei entstehende Restsumme ist der Gewinn der Anlage, auf welchen Sie die Einkommenssteuer zahlen müssen. Diese muss einmal pro Jahr an das Finanzamt abgeführt werden.

Umsatzsteuer und Kleinunternehmerregelung

Auch die Umsatzsteuer spielt eine wichtige Rolle. Denn diese gibt Ihnen die Möglichkeit bei der Investition in die eigene Anlage viel Geld zu sparen beziehungsweise dieses zurück zu bekommen. Wenn Sie eine Solaranlage anmelden, erhalten Sie vom Finanzamt einen Fragebogen für Existenzgründer zugesandt.

Wenn der Jahresumsatz unter der Grenze von 17.500 Euro liegt, können Sie die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nehmen. In diesem Fall sind Sie von der Umsatzsteuer befreit und dürfen diese auf Rechnungen nicht ausweisen. Dafür entfällt aber auch die Möglichkeit die gezahlte Umsatzsteuer, beispielsweise für die eigene Anlage, vom Finanzamt zurück zu erhalten.

Es ist immer schwierig abzuwägen, welches System die größeren Vorteile bereithält. Wir raten aus Erfahrung eher zur Zahlung der Umsatzsteuer, da diese die Investitionskosten deutlich verringert. Aber wir könne und dürfen Sie in dieser Hinsicht auch nicht fachlich beraten.

Wenden Sie sich in jedem Fall an einen Steuerberater

Dank der Themen wie Eigenverbrauch und Einspeisung, Umsatzsteuer und steuerliche Erfassung ist das gesamte Thema sehr komplex. Zudem hängen viele Entscheidungen von der individuellen Lebenssituation ab.

Aus diesem Grund raten wir vielen Kunden zunächst einmal einen Termin bei einem Steuerberater zu machen, um die optimale Lösung für den persönlichen Fall zu finden. Dieser kann Ihnen sagen, welche Kosten Sie absetzen und welche Gelder Sie sparen können, wenn Sie bestimmte steuerliche Wege wählen.

Schließlich gilt es mit möglichst geringem Aufwand von der eigenen Solaranlage zu profitieren und zugleich eine hohe Rendite zu erzielen.

Größer planen mit der InDach-Anlage

Wenn Sie einen Neubau planen oder eine Dachsanierung ansteht, können Sie eine InDach-Anlage planen. Diese ist in der Regel deutlich leistungsstärker als die meisten Solaranlagen auf den Dächern und bietet somit auch steuerlich durchaus Vorteile.

Mit der richtigen Dachgröße liegen sie noch immer knapp unterhalb der relevanten Grenzen, schöpfen aber die steuerlichen Möglichkeiten durch diese Systeme optimal aus. Zumal Sie sich mit diesen Anlagen auf den höheren Energieverbrauch in der Zukunft optimal vorbereiten und somit den aktuellen Erkenntnissen der Forschung entsprechen.

Fazit: Bei der Solaranlage ist die Steuer besonders wichtig

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass der Bereich der Steuer bei der Planung von Solaranlagen von vielen Menschen unterschätzt wird. Doch eine gute und umfassende steuerliche Planung erleichtert nicht nur den Einstieg in die Solartechnik, sondern bietet Ihnen bei der Anschaffung der Anlage auch deutliche Vorteile.

Schließlich können Sie bares Geld sparen und die steuerliche Belastung minimieren. Lassen Sie sich am besten nach Ihren Vorstellungen die verschiedenen Anlagen von uns planen und aufbereiten.

So erhalten Sie passende Zahlen und Fakten, welche Sie beim Termin mit Ihrem Steuerberater umfassend durchgehen können. Dieser kann Ihnen den optimalen Weg zeigen, von der Solaranlage bei der Steuer zu profitieren.

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