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Solaranlage Kosten & Rendite 2020

Eine Photovoltaikanlage macht die Kraft der Sonne für Sie nutzbar – das bedeutet, dass Sie gratis Strom gewinnen können und sich damit unabhängiger von Ihrem bisherigen Stromanbieter machen.

Bevor Sie davon allerdings ökonomisch und natürlich ökologisch profitieren können, müssen Sie zunächst einmal Geld in die Photovoltaikanlage investieren.

Mit welchen Kosten Sie für eine PV-Anlage kalkulieren müssen, welche Förderungen es gibt und welche Rendite Sie erwarten können, erfahren Sie in diesem Ratgeber.

Sonnenklar Geld sparen mit Ihrer PV-Anlage

Als Besitzer einer PV-Anlage sparen Sie mit jeder Kilowattstunde bares Geld. Der Strom, den Sie durch die Sonneneinstrahlung generieren, kostet Sie zwischen 7,23 Cent/kWh und 11,54 Cent/kWh (laut Fraunhofer Institut für solare Energiesysteme), wohingegen die Strompreise (je nach Anbieter) bei rund 29 Cent/kWh liegen.

Die genauen Kosten für eine Kilowattstunde Sonnenstrom aus der Kleinanlage sind vor allem von Ihrer geografischen Lage abhängig. Im sonnigeren Süden ist der Solarstrom für Sie günstiger, im sonnenärmeren Norden teurer – doch selbst die teuerste Kilowattstunde aus der heimischen Solaranlage ist deutlich günstiger als der Strom vom Stromanbieter.

Kosten und Renditen einer Photovoltaikanlage

Die Leistungsfähigkeit einer solaren Kleinanlage wird dabei in kWp gemessen. Die Abkürzung steht für Kilowatt Peak, also die Höchstleistung der Kleinanlage, für Einfamilienhäuser wird in der Regel mit 5-15 kWp je nach Verbrauch kalkuliert, die Kosten einer solchen Anlage liegen bei rund 1.500,- Euro je kWp.

Dies bedeutet, dass die Kosten der Anlage zunächst zwar eine finanzielle Belastung darstellen mögen, sich jedoch nach durchschnittlich zehn Jahren amortisiert haben. Jeder Cent, den Sie dann sparen, ist reiner Gewinn. Eine durchschnittliche Photovoltaikanlage für das eigene Dach hält mindestens 20 Jahre.

Die richtigen Finanzierungen für Ihren persönlichen Solarstrom

Bei der Neuanschaffung einer Solaranlage sollten Sie also je nach gewünschter Größe mit zwischen 7.500,- Euro und 22.500,- Euro rechnen. Das ist keine kleine Investition, vor allem, wenn Sie aus eigener Tasche zahlen.

Doch für den Aufbau einer PV-Anlage stehen Ihnen glücklicherweise Kredite und Förderungen zur Verfügung, die Ihnen den Schritt zum Sonnenstrom hin etwas erleichtern können.

Ein Solarkredit von der Bank

Solaranlage Kosten & Rendite
Solaranlage Kosten ©Aamon – stock.adobe.com

Eine einfache und beliebte Möglichkeit der Finanzierung ist der Solarkredit. Viele Banken bieten Kreditfinanzierungen für Solaranlagen an, schließlich gelten Eigenheimbesitzer als verlässliche Schuldner. Und nicht nur für die Bank, sondern auch für Sie kann sich ein Kredit durchaus rechnen.

Schließlich werden Ihnen so die initialen Kosten erleichtert und von dem Geld, das Sie einsparen, können Sie die Raten abbezahlen. Vergleichen Sie jedoch im Vorfeld die Kredite und Laufzeiten, auch die Zinsbindung und flexible Rückzahlungsmodalitäten sollten Sie im Überblick behalten.

Achten Sie unbedingt darauf, dass Banken bei den Finanzierungen die Kosten der Anlage ohne die für die PV-Anlage entfallende Mehrwertsteuer von 19% berechnen und auch die Montage durch den Kredit nicht mitfinanziert wird. Je mehr Eigenkapital Sie zum Kredit beisteuern, desto besser.

Von der staatlichen Photovoltaik Förderung profitieren

Natürlich ist es auch im Interesse von Bund und Ländern, dass möglichst viele Eigenheime auf erneuerbare Energien umsteigen und sich unabhängig von den Stromnetzbetreibern machen.

Die Einspeisevergütung ist dabei die vielleicht bekannteste Photovoltaik Förderung, dank dieser Vergütung profitieren Sie von Ihrer Kleinanlage genau wie die die Betreiber großer Solaranlagen. Produziert Ihre Anlage mehr Energie als Sie verbrauchen und speichern können, wird die überschüssige Energie ins Stromnetz eingespeist. Dafür erhalten Sie für jede Kilowattstunde etwas Geld.

Attraktive Fördermöglichkeiten nutzen

Auch die KfW Bank bietet Ihnen attraktive Förderungen, vergleichen Sie die KfW-Solarförderungen unbedingt mit den abschließenden Kosten, die Sie einem Förderkredit einer privaten Bank hätten. In vielen Fällen sind die Konditionen der KfW-Förderungen für Sie deutlich attraktiver.

Auch die Kommunen gewähren in vielen Fällen spezielle Förderungen für Ihre Solaranlage, wenn Sie nicht genügend Eigenkapital besitzen. Außerdem sollten Sie beachten, dass Sie mit einer PV-Anlage auch von steuerlichen Abschreibemöglichkeiten profitieren können.

Suchen Sie die passende Solarförderung, dann sollten Sie die Förderdatenbank des Bundesministeriums für Umwelt und Wirtschaft nutzen. Dort finden Sie eine ganz einfache Übersicht der Kredite und Fördermöglichkeiten, die Sie haben.

Das Potential der Sonne in Ihrer Hand

Natürlich wirken die Anschaffungskosten einer eigenen Photovoltaikanlage zunächst einmal abschrecken, doch Sonnenstrom ist nicht nur sauber, sondern auch wirtschaftlich attraktiv.

Ob Sie nun im sonnigeren Süden oder im kühleren Norden leben, eine Solaranlage rechnet sich für Sie über die Nutzungsdauer immer.

Stromkosten senken

Mit Photovoltaikanlagen können Sie dauerhaft die Stromkosten senken und sind ein Stück weit unabhängig von großen Energieunternehmen. Außerdem nutzen Sie mit einer PV-Anlage auch die Fläche auf dem Dach Ihrer Immobilie und steigern damit nachhaltig den Wert – mit einer Solaranlage investieren Sie Geld in eine Anlagemöglichkeit auf dem eigenen Dach.

Vor allem mit einem höheren Eigenverbrauch sparen Sie mit eigener PV-Anlage.

Mögliche Renditen mit der PV-Anlage

Grundsätzlich gibt es mehrere Faktoren, aus denen Sie die Renditen bei Photovoltaikanlagen ergeben. Hierzu gehören die Kosten für die Anlagen und die Kosten für den Strom ebenso wie die Möglichkeiten intelligenter Einspeisesteuerung und Speicherung.

Da die Anschaffungspreise sinken und die Anlagen immer erschwinglicher werden, während die Strompreise steigen, sind durchaus gute Renditen möglich. Mit rund 5% können Sie als Betreiber der aus Eigenkapital finanzierten Solaranlage rechnen, bessere Bedingungen und eine größere Anlage können diese Rendite durchaus in den zweistelligen Bereich treiben (laut Finanztest 12/2017).

Natürlich kommt es aber auf die Größe Ihrer Anlage, die Sonnenstunden und Ihre Ausstattung an, wenn Sie eine präzisere Rendite errechnen möchten.

Die Photovoltaikanlage – Versicherung und Betrieb

Der Betrieb Ihrer PV-Anlage ist vergleichsweise einfach, wenn diese erst einmal fachgerecht installiert wurde.

Damit Sie von der Einspeisevergütung profitieren, müssen Sie einen Vertrag mit Ihrem Netzbetreiber abschließen. Außerdem zahlen Sie für den Netzanschluss und die Installation eines Netzeinspeisezählers. Zusätzlich sollten Sie klären, wie die Einspeisung Ihres Stroms bei Netzüberlastung abgerechnet wird.

Wichtig: Wartungsvertrag und Fachpartner

Um einen verlustfreien Betrieb zu gewährleisten, müssen die Anlagen regelmäßig gewartet werden. Dies geschieht in der Regel in Form eines Wartungsvertrages, den Sie mit einem Fachpartner abschließen. Dadurch vermieden Sie Störungen und Fehler und beugen Materialermüdung und technischen Ausfällen vor.

Achten Sie zudem auf eine passende Versicherung Ihrer Anlage, diese ist durch die Dachinstallation schließlich Wind und Witterung ausgesetzt. Schützen Sie Ihre PV-Anlage mit einer Versicherung vor Ausfällen durch Hagelschäden, witterungsbedingte Ausfälle und natürlich Diebstahl.

Genießen Sie die Sonne – Kilowattstunde für Kilowattstunde

Als Hausbesitzer sollten Sie auf jeden Fall den Kauf einer Photovoltaikanlage in Erwägung ziehen. Niedrige Einstiegskosten, eine kalkulierbare Rendite und ein wenig Unabhängigkeit machen die Anlage für Sie wirtschaftlich attraktiv.

Gleichzeitig leisten Sie Ihren Beitrag für den Umstieg auf erneuerbare Energien und eine nachhaltig saubere Umwelt.

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