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Photovoltaikanlage mit Warmwasser

Um aus Leitungswasser Warmwasser zu bereiten, ist ein hoher Energieaufwand erforderlich. Beim Betrieb eines Durchlauferhitzers kommt hier schnell selbst in einem Zweipersonenhaushalt ein Jahresverbrauch von rund 1.300 Kilowattstunden (kWh) aus dem Stromnetz zusammen.

Das entspricht nicht nur einem guten Drittel des durchschnittlichen Gesamtstromverbrauchs in Haushalten entsprechender Größe, sondern ist zudem mit jährlichen Kosten von aktuell etwa 350 Euro oder mehr verbunden.

Wer hingegen eine Photovoltaikanlage installiert hat, kann auch hier den Stromverbrauch kräftig senken. Erreicht wird dies über die Einbindung einer Warmwasser-Wärmepumpe.

Ideal ist es natürlich, wenn sie schon bei der Installation einer neuen Photovoltaik-Anlage berücksichtigt wird. Allerdings lässt sich die Wärmepumpe auch im Falle einer vorhandenen Photovoltaik-Anlage einfach nachrüsten.

Nicht genutzten Photovoltaik-Strom statt ins Netz in die Warmwasserbereitung fließen lassen

Das Prinzip, nachdem die Wärmepumpe funktioniert, ist ganz einfach: Erzeugt die Photovoltaikanlage mehr Strom als abgerufen wird, schaltet ein Steuergerät die Wärmepumpe ein.

Das ist auch deswegen sinnvoll, da nicht genutzter Photovoltaik-Strom andernfalls ins Netz eingespeist wird, was Ihnen derzeit nur eine Vergütung von weniger als 12 Cent pro kWh bringt.

Für Strom jedoch, den Sie selber aus dem Netz beziehen, sind um die 30 Cent zu berappen. Es ist also erstrebenswert, den Eigenanteil aus der Stromerzeugung Ihrer Photovoltaik-Anlage soweit wie möglich zu erhöhen.

Automatische Abschaltung falls Photovoltaikanlage zu wenig Strom liefert möglich

Abgestellt wird die Wärmepumpe, wenn das Wasser die eingestellte Temperatur erreicht hat oder zu wenig überschüssiger Solarstrom zur Verfügung steht. Für den letzten Fall kann ergänzend bestimmt werden, ob und wann statt der Abschaltung eine Umstellung auf Netzstrom erfolgt.

Damit ist gewährleistet, dass stets inklusive der Abendstunden oder während der dunkleren Wintermonate genügend Warmwasser zur Verfügung steht.

Das bringt die Warmwasser-Wärmepumpe

Die Vorteile der Integration einer Wärmepumpe in die Photovoltaik-Anlage liegen auf der Hand:

  • Bis zu 80 Prozent des Strombedarfs der Wärmepumpe kann durch die Photovoltaik-Anlage abgedeckt werden.
  • Von April bis Oktober kann die Wärmepumpe oft vollständig über die Photovoltaikanlage mit Strom versorgt werden.
  • Sie senken ihre Energiekosten
  • Sie werden noch unabhängiger vom Stromnetz.
  • Sie steigern den Eigenverbrauch des durch ihre Photovoltaik-Anlage erzeugten Stroms erheblich.

Energiemanagementsystem steuert Wärmepumpe und andere Stromverbraucher

Photovoltaikanlage mit Warmwasser
Photovoltaikanlage mit Warmwasser ©KB3 – stock.adobe.com

Für das System benötigen Sie neben der Wärmepumpe eine Steuereinheit zur Einstellung und Optimierung Ihres Energiemanagements.

Dieses Gerät ermöglicht es Ihnen, Einstellungen für einen automatischen Betrieb der Wärmepumpe aber auch anderer Geräte vorzunehmen.

Mit diesem Energiemanagementsystem realisieren Sie also eine intelligente Steuerung der Versorgung aller Stromverbraucher in Ihrem Haushalt.

Nicht nur die Wärmepumpe wird dadurch zum günstigsten Zeitpunkt aktiviert. Auch bestimmte Geräte wie die Geschirrspülmaschine können so geschaltet werden, dass sie ihren Betrieb aufnehmen, wenn sie außer Haus sind.

Darüber hinaus kann über das Energiemanagementsystem eingestellt werden, wann zu viel produzierter Photovoltaik-Strom in einen eventuell installierten Stromspeicher fließt oder die Wärmepumpe versorgt.

Als Komplettsystem oder Erweiterungs-Angebot

Für Einsteiger in die Photovoltaik gibt es Komplettangebote bestehend aus einer Photovoltaik-Anlage inklusive Systemwechselrichter plus Wärmepumpe. Außerdem ist hier meist das passende Energiemanagementsystem bereits integriert.

Für Besitzer einer Photovoltaikanlage sind Warmwasser-Wärmepumpe sowie Energiemanagementsystem aber auch separat erhältlich. Eine Anschaffung lohnt sich auch in diesem Fall, kann die Wärmepumpe doch den Eigenanteil um bis zu rund einem Drittel jährlich steigern.

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