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Photovoltaikanlage Einspeisevergütung | Einspeisen

Die Einspeisevergütung bei Photovoltaikanlagen: Alle Fakten im Detail

Die Einspeisevergütung ist ein wichtiges Argument für eine Photovoltaikanlage. Wir zeigen, worum es sich handelt, wie sie sich berechnet und die Alternativen!

Die Photovoltaikanlage: Die Einspeisevergütung im Detail

Wenn Sie eine Photovoltaikanlage planen und deren Rendite und deren Möglichkeiten ermitteln möchten, spielt die Einspeisevergütung eine wichtige Rolle.

Wir haben für Sie die wichtigsten Punkte rund um die Einspeisevergütung, deren Höhe und deren Berechnung einmal zusammengefasst.

Was ist überhaupt die Einspeisevergütung?

Wenn Sie mit Ihrer Photovoltaikanlage Strom erzeugen und diesen nicht selbst nutzen, wird dieser in das allgemeine Stromnetz eingespeist. Er steht somit dem Strombetreiber zur Verfügung, welcher den Strom weiterverkaufen kann.

Damit Sie bei diesem Vorgang nicht leer ausgehen und nicht abhängig von der Laune des Marktes sind, wird bei jeder Anlage eine Einspeisevergütung festgesetzt. Diese gilt für Sie für die Dauer der nächsten 20 Jahre und sorgt für einen Gewinn durch Ihre PV-Anlage.

Bei einer Photovoltaikanlage ist die Einspeisevergütung ein wichtiges Instrument, um diese Anlagen für den Verbraucher attraktiver zu gestalten. Die Einspeisevergütung ist zudem eine Möglichkeit des Gesetzgebers, um die Attraktivität der Anlagen und somit die Höhe der Investitionen in diese PV-Anlagen zu steuern.

Photovoltaik Strom einspeisen
Photovoltaikanlage – Strom einspeisen ©@nt – stock.adobe.com

Die Entwicklung der Einspeisevergütung im Überblick

Da es sich bei der Einspeisevergütung um ein politisches Instrument handelt, wurde die Höhe der Einspeisevergütung immer wieder angepasst. Das zeigt sich vor allem dann, wenn Sie sich die Höhe der Vergütung in den letzten Jahren anschauen. So lag der Satz im Jahr 2004 noch bei sagenhaften 57,4 Cent pro Kilowattstunde bei einer Anlage mit einer Leistung von maximal 30 kW.

Das bedeutet, dass die Höhe der Einspeisevergütung im Laufe der letzten 15 Jahre um rund 70 Prozent abgesunken ist. Das klingt zunächst einmal dramatisch, ist aber durchaus verständlich. Denn im gleichen Maße haben sich die Kosten für die Photovoltaik verringert.

Dementsprechend muss kein künstlicher Anreiz mehr geschaffen werden, sich eine sehr teure Anlage zu installieren. Heute ist die Einspeisevergütung so gewählt, dass Sie über die Laufzeit der Vergütung in der Regel ausreicht, damit sich die Installation und Nutzung der Anlage für Sie rechnet und Sie eine geringe Rendite erzielen können.

Die Einspeisevergütung berechnen

Es ist nicht möglich die Höhe der Einspeisevergütung in den nächsten Jahren und Jahrzehnten genauer zu definieren oder zu berechnen. Es gibt zu viele Faktoren, die hierbei eine wichtige Rolle spielen. In der Regel können Sie ungefähr ein halbes Jahr in die Zukunft berechnen, wie hoch die Einspeisevergütung für Ihre Anlage ungefähr ausfallen wird. Für einige Monate im voraus ist die Einspeisevergütung zudem sicher festgelegt.

Wichtig für den Stichtag ist immer der Monat der Inbetriebnahme der Anlage und der Meldung an die zuständigen Stellen. Ab diesem Zeitpunkt gilt für Sie die aktuell festgelegte Einspeisevergütung für die Dauer von 20 Jahren.

Zudem können Sie natürlich anhand der Größe und der Leistung Ihrer Anlage und anhand der aktuellen Einspeisevergütung berechnen, in welcher Höhe Sie mit Einnahmen rechnen dürfen. Das ist problemlos machbar und über den passenden Photovoltaik-Rechner schnell erledigt.

Die Größe der Photovoltaikanlage und die Einspeisevergütung

Die Höhe der Einspeisevergütung ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Zum einen wird diese auf verschiedenen Anlagetypen unterschiedlich gewichtet. Für Sie als Immobilienbesitzer gelten vor allem die Werte für Anlagen auf Wohngebäuden.

Zum anderen spielt auch die Größe der Anlage eine wichtige Rolle. Es wird dabei nach der Nennleistung der Anlage in kWp unterschieden. Es gelten unterschiedliche Werte für Anlagen bis 10 kWp, zwischen 10 und 40 kWp und zwischen 40 und 100 kWp. Je größer die Anlage, umso geringer fällt die Einspeisevergütung aus.

Photovoltaikanlage Einspeisevergütung
Photovoltaikanlage Einspeisevergütung ©Jürgen Fälchle – stock.adobe.com

Die Umsatzsteuer – es kommt auf die Einstufung an

Grundsätzlich muss der Gewinn durch die Einspeisevergütung bei der Steuer berücksichtigt werden. Sie können allerdings einige Lösungen und Möglichkeiten wählen, um die Höhe der Besteuerung zu minimieren.

Vor allem über die Umsatzsteuer lassen sich verschiedene Investitionskosten absetzen, sofern Sie umsatzsteuerpflichtig sind.

Dies ist allerdings nur bei größeren Anlagen der Fall, da in der Regel die Kleinunternehmerregelung gewählt werden kann. In diesen Fällen können Sie die Umsatzsteuer leider nicht geltend machen, sondern müssen die Einspeisevergütung vollständig versteuern.

Die Einspeisevergütung und die Rendite der Photovoltaikanlage

Grundsätzlich soll die Einspeisevergütung dafür sorgen, dass sich die Menschen für eine Investition in eine solche Anlage entscheiden. Dies gelingt in der Regel nur dann, wenn die Anlagen profitabel sind.

Die Einnahmen aus der Einspeisevergütung müssen also so hoch sein, dass diese ausreichen, um die Anschaffungskosten der Anlage zu decken. Aus diesem Grund hat sich die Höhe der Einspeisevergütung in den letzten 15 Jahren auch so deutlich verändert.

Die Anlagen und die einzelnen Komponenten der Photovoltaik sind deutlich günstiger in der Anschaffung geworden, sodass auch mit einer geringeren Einspeisevergütung dieser Anreiz noch immer gegeben ist.

Dementsprechend kann sich die Entwicklung der Einspeisevergütung in den nächsten Jahren auch nicht vorhersagen lassen. Denn es handelt sich noch immer um ein Steuerungsinstrument des Gesetzgebers, welches von der Bundesnetzagentur regelmäßig neu berechnet und festgelegt wird.

Die Festsetzung der Einspeisevergütung

Aktuell ist es so, dass die Einspeisevergütung auf 20 Jahre festgelegt wird. Es handelt sich dabei um eine individuelle Festlegung. Wenn Sie also in diesem Monat Ihre Photovoltaikanlage in Betrieb nehmen, wird die aktuell gültige Einspeisevergütung für Sie festgelegt.

Egal wie sich die Höhe der Einspeisevergütung in den nächsten Jahren ändern sollte, für Sie gilt für die nächsten 20 Jahre der einmal festgesetzte Wert.

Allerdings ist auch diese Festsetzung dem Willen des Gesetzgebers unterworfen. Das bedeutet, dass es durchaus sein kann, dass bereits im nächsten Jahr die Festsetzung nur noch für zehn oder gar für fünf Jahre gilt.

Zwar gelten diese Änderungen immer nur für neu installierte Anlagen ab dem Zeitpunkt der Änderung, aber es gibt keine Garantie, dass die Festsetzung dauerhaft bei 20 Jahren bleibt.

Es kann sich dementsprechend durchaus rentieren, von der aktuell noch sehr guten Situation zu profitieren und sich jetzt für eine eigene Photovoltaikanlage zu entscheiden.

Veränderungen der Festsetzung als Steuerungsinstrument

Je attraktiver die verschiedenen Photovoltaikanlagen werden und je preisgünstiger diese für den Anleger werden, umso geringer kann natürlich auch die Einspeisevergütung ausfallen. Aus diesem Grund wird der Markt immer weiter beobachtet und die Höhe der Einspeisevergütung weiter angepasst.

Würde jetzt der Run auf die Photovoltaik ausbleiben und die Menschen sich eher gegen eine solche Lösung entscheiden, wird die Politik die Höhe der Einspeisevergütung anpassen können. Somit wird die Photovoltaik als Anlageform wieder attraktiver und die Zahl der Anlagen steigt. Eigentlich ein intelligentes Instrument zur Steuerung der Nachfrage und zur Förderung einer grünen und umweltbewussten Stromerzeugung.

Es kann also durchaus passieren, dass sich die Höhe der Einspeisevergütung in den nächsten Jahren nochmals deutlich ändert. Zudem kann die Politik auch, wie oben bereits festgestellt, die Dauer der Festsetzung ändern und somit das Instrument weiter verändern.

Es rentiert sich dementsprechend, sich bereits jetzt für eine eigene Photovoltaikanlage zu entscheiden und von der aktuellen Einspeisevergütung zu profitieren.

Einspeisevergütung contra Eigenverbrauch

Natürlich ist die Einspeisevergütung nur ein Instrument, über welches Sie mit Ihrer PV-Anlage eine gewisse Rendite erzielen können. Doch es gibt noch andere Möglichkeiten. Sie können beispielsweise möglichst viel selbst erzeugte Energie auch selbst nutzen und somit bares Geld sparen.

Photovoltaikanlage Eigenverbrauch Stromspeicher
Photovoltaikanlage Eigenverbrauch mit Stromspeicher erhöhen – ©KB3 – stock.adobe.com

Damit entgeht Ihnen natürlich ein Teil der Einspeisevergütung, auf der anderen Seite sinkt allerdings auch Ihre Stromrechnung. Und da die Strompreise in der Regel nur eine Richtung kennen, nämlich nach oben, können Sie im Laufe der Zeit über den Eigenverbrauch enorm viel Geld sparen.

Allerdings gibt es hierbei ein Problem. Denn die Photovoltaikanlagen erzeugen in der Regel zu den Zeiten die meiste Energie, in denen nur wenige Menschen Zuhause sind und den so erzeugten Strom nutzen können. Nicht abgenommener Strom wird von der Anlage sofort in das allgemeine Stromnetz eingespeist und ist somit nicht mehr direkt nutzbar.

Den Eigenverbrauch steigern

Im Durchschnitt liegt der Eigenverbrauch bei Photovoltaikanlagen bei gerade einmal 30 Prozent. Und dabei handelt es sich um allgemeine Durchschnittswerte. Wenn Sie und Ihre Familie den ganzen Tag außer Haus sind und erst am Abend in der Regel die verschiedenen Geräte nutzen, so kann der Wert auch deutlich darunterliegen.

Es gilt also den Anteil des selbst verbrauchten Stroms zu erhöhen. Viele Elektrogeräte wie Wasch- und Spülmaschinen verfügen über eine Timer-Funktion, mit welcher Sie diese beispielsweise erst in der Mittagszeit laufen lassen können. Somit verbrauchen diese direkt den erzeugten Strom und Sie profitieren davon.

Wirklich praktikabel sind solche Lösungen allerdings nicht. Über einen eigenen Stromspeicher können Sie dieses Problem beheben.

Die Einspeisevergütung und Speicheranlagen

Ein Stromspeicher nimmt den von der Photovoltaikanlage erzeugten Strom auf und speichert diesen. Am Abend, wenn Sie Zuhause sind und die verschiedenen Verbraucher laufen, können diese den Strom aus dem Stromspeicher beziehen.

Der Strom, welcher vom Stromspeicher nicht aufgenommen werden kann, wird normal eingespeist und sorgt für die Einspeisevergütung. Wichtig ist, dass der Stromspeicher richtig dimensioniert wird. Denn ein zu großer Stromspeicher würde die Einspeisevergütung für Sie zu stark minimieren, während ein zu kleiner Stromspeicher die Einsparungen geringer ausfallen lässt.

Der Stromspeicher muss also zur Photovoltaikanlage und zu Ihrem persönlichen Stromverbrauch passen. So profitieren Sie sowohl von der Einspeisevergütung als auch vom höheren Eigenverbrauch und steigern somit die Rendite der gesamten Anlage deutlich.

Fazit: Die Einspeisevergütung ist ein Anreiz – der Eigenverbrauch ist attraktiver

Bei einer Photovoltaikanlage die Einspeisevergütung zu berechnen ist wichtig. Allerdings gibt es Faktoren wie die Steuer und auch die Entwicklung der Einspeisevergütung selbst, welche die Rendite einer Anlage deutlich senken können.

Sehen Sie die Einspeisevergütung vor allem als netten Nebenverdienst, aber nicht als Lösung, um die Anlage dauerhaft profitabel zu gestalten. Hier spielt vor allem der höhere Verbrauch des selbst erzeugten Stroms eine wichtige Rolle.

Nutzen Sie also diese Möglichkeiten und lassen Sie sich über unsere Seite ganz bequem eine Anlage mit Speicher berechnen. Vergleichen Sie die Kosten, die Höhe der erzeugten Energie und rechnen Sie vor allem Ihre Rendite einfach aus. So profitieren Sie dauerhaft am stärksten von Ihrer neuen Photovoltaikanlage.

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