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Solarstromspeicher Kosten – kaufen

Immer mehr Menschen nutzen Photovoltaikanlagen für die Stromversorgung ihrer Eigenheime – in Deutschland mittlerweile bereits rund 7,5 Prozent – Tendenz steigend.

Allerdings ist die Produktion von Solarenergie ohne Speicherungsmöglichkeit nur selten effektiv.

In der Regel müssen Sie den Strom, der tagsüber gewonnen wird, sofort nutzen. Doch gerade in dieser Zeit ist der Bedarf in den Haushalten eher gering, der Verbrauch steigt im Normalfall erst in den Abendstunden an.

Aber was ist ein Stromspeicher?

Mit einem Stromspeicher können Sie die tagsüber eingefangene Sonnenenergie genau dann nutzen, wenn Sie diese benötigen.

In den letzten Jahren haben sich aufgrund steigender Nachfrage und sinkender Preise immer mehr Privatpersonen Stromspeicher einbauen lassen. Weitere Gründe für diesen Trend sind der Wunsch nach Unabhängigkeit vom Energieversorger und niedrigere Stromrechnungen – und das bei gleichbleibenden Gewohnheiten.

Wozu ein Stromspeicher?

Für Inhaber privater Photovoltaikanlagen ist es günstiger, den erzeugten Solarstrom zur Gänze selbst zu nutzen, als den Überschuss in das öffentliche Stromnetz einzuspeisen. Seit 2011 liegt die Vergütung dafür unter dem Strompreis, was eine steigende Nachfrage nach Speichermöglichkeiten zur Folge hatte. Dabei fließt die Energie, die tagsüber gewonnen, aber kaum benötigt wird, in die Batterie eines Speichers.

Der lädt sich dabei auf und dient in dieser Funktion als eine Art “Elektrizitäts-Zwischenlager”. Abends, wenn Sie und Ihre Familie von der Arbeit oder Schule nach Hause kommen und diverse Geräte wie Waschmaschine, Computer oder Fernseher in Gang setzen, wird dieser Vorrat angezapft.

Der in der eigenen Photovoltaikanlage erzeugte Solarstrom wird somit in erster Linie für den Eigenverbrauch genutzt. Ist der Strombedarf tagsüber, etwa am Wochenende, einmal höher als die im gleichen Zeitraum produzierte Menge Solarstrom, haben Sie immer genug Energie in Reserve – auch wenn der Speicher nur teilweise geladen ist.

Erst wenn die gespeicherte Menge nicht ausreicht, sollten Sie beispielsweise einmal Gäste oder aufgrund umfangreicher Reinigungsarbeiten besonders viele Geräte in Betrieb haben, springt der Energieversorger ein. Umgekehrt wird nur der permanente Überschuss Ihres selbst erzeugten Solarstroms ins Stromnetz eingespeist.

Mit einem Stromspeicher ist es Ihnen und Ihrer Familie als möglich, den Großteil des hauseigenen Verbrauchs selbst abzudecken.

Wie kann man den Stromspeicher in die Photovoltaikanlage integrieren?

Einen Großteil der erhältlichen Energiespeicher können Sie nicht ohne weiteres in Ihre bereits vorhandene Anlage integrieren. Häufig sind Zusatzarbeiten in Form von technischen Veränderungen notwendig, beispielsweise der Austausch des Wechselrichters.

Solarstromspeicher Kosten - kaufen
Solarstromspeicher Kosten ©malp – stock.adobe.com

Teilweise enorme Abmessungen der am Markt befindlichen Geräte und deren hohes Gewicht schränken die Abstellmöglichkeiten vieler Stromspeicher ein und bringen einen nicht zu unterschätzenden Installationsaufwand mit sich. Im Normalfall sind mehrere Fachleute mindestens einen Tag lang mit der Integration des neuen Speichers in die Photovoltaikanlage beschäftigt.

Hingegen ist bei den einfacheren Batteriespeichern ein schneller und problemloser Plug&Play-Einbau möglich. Die kompakten Abmessungen und das geringe Gewicht ermöglichen in der Regel eine Ein-Mann-Montage. Das vor den Wechselrichter platzierte Gerät beginnt sofort damit, den Gleichstrom aus der Anlage zu speichern.

Dieser wird erst bei der Abgabe an Ihr Hausstromnetz in den für den Verbrauch erforderlichen Wechselstrom umgewandelt, wodurch ein Gesamtwirkungsgrad von 93 Prozent beim Laden und Entladen erreicht wird. Dieser Stromspeicher ist mit allen herkömmlichen Photovoltaik-Wechselrichtern kompatibel und kann somit ohne Probleme nachgerüstet werden.

Für wen lohnt sich ein Energiespeicher?

Vor allem beim Neukauf einer Photovoltaikanlage lohnt sich der zusätzliche Erwerb eines Solarstromspeicher auf alle Fälle. Diese Investition ermöglicht es Ihnen, einen Großteil der von Ihnen erzeugten Solarenergie selbst zu verbrauchen. Dadurch verringert sich die Strommenge, die Sie vom Energieversorger beziehen, deutlich

Aber auch für alle Anlagen, die nach 2011 eingebaut und in Betrieb genommen wurden, lohnt sich eine Nachrüstung. Denn seit diesem Jahr liegt der Strompreis deutlich über der Einspeisevergütung. Die Abgabe Ihres Solarstroms an das öffentliche Stromnetz ist somit für Sie wirtschaftlich nicht sinnvoll.

Bei früherer Inbetriebnahme einer Photovoltaikanlage sollte von einem Fachmann individuell geprüft werden, ob sich die Anschaffung eines Energiespeichers lohnt.

Falls Sie zwischen 2009 und 2011 eine Extra-Vergütung für den selbst verbrauchten Solarstrom erhalten haben, ist es ratsam, Ihre Anlage mit einem Batteriespeicher zu erweitern.

Tipp: Berücksichtigen Sie bei Ihrer Entscheidung auch die zukünftige Entwicklung. Ist absehbar, dass Ihre Solaranlage weniger Profit abwirft oder sich die gesetzlichen Rahmenbedingungen ändern, sollten Sie mit einem Energiespeicher nachrüsten.

Wie hoch sind die Kosten für einen Solarstromspeicher?

Mittlerweile kann man unter mehr als 300 verschiedenen Energiespeichern von rund 45 unterschiedlichen Herstellern wählen, die sich aktuell auf dem deutschen Markt befinden.

Die Kosten dafür liegen zwischen etwa 5.000 und 30.000 Euro und sind beispielsweise davon abhängig, welche Komponenten verbaut werden und welche Kapazität die Geräte haben.

Ebenso spielt für die Höhe des Preises eine Rolle, ob Blei- oder Lithium-Ionen-Batterien in Verwendung sind.

  • Tipp: Energiespeicher nie komplett entladen, da sich dabei die Lebensdauer der Batterie deutlich verringern und einen Neuerwerb notwendig machen würde.

Aufgrund der laufenden Weiterentwicklung der Stromspeicher und erheblichen Preisschwankungen, sollten Sie vor dem Kauf unbedingt die technischen Daten der verschiedensten Produkte vergleichen und abwägen, worauf Sie Wert legen.

Anschließend können Sie die Kosten der infrage kommenden Stromspeicher miteinander vergleichen und die für Sie bestmögliche Wahl treffen. Vergessen Sie beim Rechnen nicht auf die Tatsache, dass auch noch die Montage bezahlt werden muss und kalkulieren Sie eine mögliche Förderung mit ein.

  • Tipp: Gehen Sie auf Nummer sicher und entscheiden Sie sich für ein Gerät, das sich auch ohne Förderprogramm auf Dauer rechnet.

Wie nutzt man wertvollen Solarstrom effizient selbst?

Mit einem Energiespeicher können Sie den von Ihrer Photovoltaikanlage erzeugten Solarstrom genau dann nutzen, wenn Sie ihn tatsächlich benötigen, womit Sie effektiv und nachhaltig Ihre Kosten senken. Eine hohe Lebensdauer und ausgereifte Technologie in Kombination mit einem günstigen Preis machen Solarstromspeicher zu einer lohnenswerten Investition – ob für neue oder bereits bestehende Solaranlagen.

Speicherkapazität und Speichergröße

Die Speicherkapazität bzw. Speichergröße wird an den individuellen Bedarf angepasst, sollte aber umfangreich genug sein, um einen Haushalt 24 Stunden lang mit Solarstrom zu versorgen. Für einen Vier-Personen-Haushalt mit einem durchschnittlichen Verbrauch von etwa 4.500 Kilowattstunden (kWh) pro Jahr ist ein Energiespeicher mit der Größe von 4 bis 6 kWh üblicherweise ausreichend.

Kalkulieren Sie falsch, entstehen unnötige Mehrkosten: Ist der Solarspeicher zu klein, kann nicht genug Energie für den eigenen Bedarf gespeichert werden, was den Zukauf von teurem Netzstrom notwendig macht. Ein überdimensioniertes Gerät hingegen speichert den nicht benötigten Solarstrom dauerhaft ohne Nutzen, wodurch die Netzeinspeisung und damit auch die Vergütung entfallen.

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