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Solarkataster

Kann ich mein Dach für die Stromerzeugung nutzen?

Das Solarkataster beantwortet diese Frage: Es gibt Ihnen online Auskunft darüber, ob Ihr Hausdach grundsätzlich zur Gewinnung von Sonnenenergie geeignet ist.

Ist eine Dachfläche nach Süden ausgerichtet und nicht von anderen Gebäuden oder Bäumen beschattet, so stehen die Chancen für eine ökonomisch sinnvolle Installation von Photovoltaik-Modulen gut.

Den Strom, den Sie mit Sonnenenergie erzeugen, speisen Sie entweder ins Netz ein oder nutzen ihn selbst. Um sich Klarheit über das Solarpotenzial des eigenen Daches zu verschaffen, bedarf es in vielen Regionen keiner kostspieligen Expertisen mehr.

Bereits seit einigen Jahren gibt es dafür das Solarkataster: Es realisiert die Bewertung der Photovoltaik-Eignung sämtlicher bebauter Grundstücke respektive ihrer Dachflächen. Diese Auskunft ist im Internet für jedermann abrufbar.

Solaratlas als Service der Stadt

Sie finden die benötigte Information für Ihre Kommune unter der Bezeichnung Solarkataster, Solaratlas oder Solarkarte. Auch Solarpotenzialkarte, Solarpotenzialkataster oder Solardachkataster sind gebräuchliche Bezeichnungen.

Luftbilder erfassen die Dachlandschaften und generieren ein digitales Oberflächenmodell – die Auswertung dieser Bilddaten ermöglicht die gebäudebezogene Beurteilung, inwieweit jede einzelne Dachfläche zur Solarnutzung geeignet ist.

Gebietskörperschaften – Städte oder kleinere Gemeinden – stellen ihren Bürgern diese Ergebnisse als digitale Landkarte zur Verfügung. Förderung und Finanzierung der Projekte gestalten sich von Fall zu Fall unterschiedlich – oft sind regionale Großunternehmen an der Realisierung der Solarkataster mitbeteiligt.

Etliche Städte veröffentlichen heute bereits Neuversionen ihrer Solardachkataster, um mit neu aufgenommenem Bildmaterial aktualisierte Grunddaten zur Verfügung stellen zu können.

Das ideale Dach für die Stromerzeugung

Solarkataster
Solarkataster Hausdach ©nd700 – stock.adobe.com

Kriterien zur Feststellung des Solarpotenzials sind Größe und Neigung der Dachfläche, ihre Exposition bezüglich Himmelsrichtung sowie das Ausmaß der Verschattung. Dabei gilt, dass ein Neigungswinkel von 30 Grad, die südliche Ausrichtung sowie Schattenfreiheit beste Voraussetzungen für die Gewinnung von Solarstrom darstellen.

Südlich ausgerichtete Dächer weisen noch bei starker Dachneigung hervorragende Werte auf, während sich für steile Montagen jede Abweichung von der optimalen Himmelsrichtung nachteilig auswirkt. Starke Dachschrägen haben hingegen den Vorteil, dass kaum Reinigungsarbeiten an der Solaranlage anfallen.

Bei Flachdächern reduziert sich die nutzbare Fläche durch die Aufständerung dadurch, dass die Module in entsprechenden Abständen positioniert sein müssen, um die gegenseitige Verschattung zu verhindern.

Online zum eigenen Dach gelangen

Wenn Ihre Gemeinde ein Solarkataster, Solarpotenzialkataster oder Solardachkataster anbietet, finden Sie im Internet die entsprechende Landkarte vor.

So wird’s gemacht: Um zu Ihrem Grundstück zu gelangen, geben Sie entweder Straße und Hausnummer ein. Oder verschieben den Kartenausschnitt zum gewünschten Standort und zoomen so weit heran, bis Sie das richtige Haus identifizieren und anklicken können.

Ob Ihr Dach zur Erzeugung von Solarstrom infrage kommt, sehen Sie sofort an der Einfärbung der Dachfläche.

Verschiedene Farben kennzeichnen die entweder sehr gute, gute oder bedingte Eignung des Daches, wobei in den meisten Solarkatastern rot eingefärbte Dächer die sehr gute Eignung ausweisen.

Die Auswahl Ihres Grundstückes per Adresseingabe oder ein Klick auf Ihr Dach zeigt Sie Ihnen zusätzlich zur Einfärbung auch eine Auswertung in Listenform mit den jeweils evaluierten Zahlenwerten an.

Solarkataster: Angaben zu Photovoltaik und Solarthermie

Die ausgewiesenen Kategorien unterscheiden sich hier von Solaratlas zu Solaratlas, von Stadt zu Stadt. In der Regel wird auf zweierlei Verfahren der Nutzung von Sonnenenergie eingegangen: Mit dem Klick auf Ihr Dach erhalten Sie Werte sowohl zur Eignung für Photovoltaik als auch für Solarthermie.

Photovoltaik wandelt Sonnenenergie in elektrischen Strom um, Solarthermie erzeugt Wärme und wird zum Heizen verwendet.

Photovoltaikanlagen sind stromerzeugende Solarzellen-Module, während Solarthermie-Kollektoren Wärme aufnehmen und an eine Trägerflüssigkeit übergeben.

Aufgrund der unterschiedlichen Bauarten listen viele Solardachkataster diese zwei Eignungsklassen getrennt voneinander auf: für Photovoltaik und für Solarthermie.

Um eine sinnvolle Nutzung der Sonnenenergie zu ermöglichen, benötigen Photovoltaik-Module eine größere Mindestfläche als Solarthermie-Kollektoren.

Wie viel Strom können Sie auf Ihrem Dach erzeugen?

Die meisten Solarkataster zeigen neben der grundsätzlichen Eignung – sehr gut, gut, bedingt oder nicht geeignet – auch die maximal nutzbare Modulfläche an, die Sie auf Ihrem Dach mit Solarzellen bestücken können.

Dazu wird der jährlich mögliche Stromertrag prognostiziert.

Optional liefern Solarpotenzialkataster auch Angaben zur erreichbaren Kohlendioxid-Einsparung oder der Stromertrag wird für unterschiedliche Solarmodultypen aufgeschlüsselt, für die Dünnschicht- oder Kristallinausführung.

Mit diesen aussagekräftigen individuellen Werten für Ihr Dach haben Sie solide Informationen, die Sie für weitere Überlegungen hinsichtlich Beschaffung und Montage der Solarmodule gut gebrauchen können. Sie gehen bestens vorbereitet in das Gespräch mit dem Anbieter und Installateur Ihrer Solaranlage.

Stellt meine Region ein Solarpotenzialkataster bereit?

Der erste Schritt ist die Suche nach dem Solaratlas in Ihrer Region. Auskunft dazu geben Suchmaschinen und Websites mit nach Ländern oder Städten sortierten Solardachkatastern.

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