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Photovoltaik Schneelast

In vielen Regionen Deutschlands kann Schnee zu einem echten Problem werden. Wenn Sie sich für eine Photovoltaik-Anlage entscheiden und in einer solchen Region wohnen, sollten Sie die Schneelast in jedem Fall beachten.

Das bedeutet, dass Sie bereits bei der Planung der Anlage den Faktor Schnee nicht außer Acht lassen dürfen. Denn Schnee sinkt zwar angenehm leicht und flockig vom Himmel, kann aber ein erstaunliches Gewicht erlangen.

Vor allem bei sehr nassem Schnee kann die Belastung für die Solarmodule enorm hoch werden. Sogar so hoch, dass der Schnee die Module deutlich beschädigt. Mit einigen Vorausplanungen und dem richtigen Umgang mit dem Schnee auf dem Modul können Sie diese Probleme allerdings umgehen.

Minimiere die Gefahren durch professionelle Hilfe

Photovoltaik Schneelast
Schneelast Planung Photovoltaik-Anlage ©Benshot – stock.adobe.com

Vor allem Photovoltaik-Anlagen auf Dächern können in Regionen mit viel Schnee auch zu einer tatsächlichen Gefahr werden. Denn eine solche Anlage ist mit ihrem Eigengewicht bereits eine Belastung für die Statik des Hauses, welche sich allerdings noch im normalen Rahmen bewegt. Kommt nun allerdings eine schwere und oftmals auch nasse Schneelast hinzu, welche bei der Berechnung nicht berücksichtigt wurde, kann die Statik des Hauses oder zumindest des Daches eindeutig gefährdet sein.

Vor der Planung und dem Einbau einer modernen Photovoltaik-Anlage sollte also in jedem Fall ein Statiker eine umfassende Prüfung und Berechnung vornehmen. Als Grundlage für diese Berechnungen können die technischen Datenblätter der Photovoltaik-Anlage bieten, in welchen die Gewichte der einzelnen Module verzeichnet sein.

Die Lage Ihres Hauses gibt zudem Auskunft über die Wind- und Schneelast, welche zu den Berechnungen als Maximalwert hinzugezogen werden sollte. Bei einem normalen Schrägdach kann die Belastung durch Schnee und Wind und bis zu 20 oder sogar 30 Kilogramm pro Quadratmeter ansteigen. Dies muss bei der Kalkulation der Anlage und bei der Prüfung des Daches auf Tragfähigkeit in jedem Fall mitberücksichtigt werden. Nur so können Sie Ihre Photovoltaik-Anlage gefahrlos und sicher betreiben.

Wichtige Punkte bei der Nutzung von Photovoltaik in schneereichen Regionen

  • Sie sollten die zu erwartende Schneelast immer in die Berechnung Ihrer Photovoltaik-Anlage einfließen lassen. Nutzen Sie hierzu die Dienste eines erfahrenen Statikers.
  • Die Neigung der Module hat eine Auswirkung auf die Belastung. Bei einer stärkeren Neigung kann der auf die Module auftreffende Schnee leichter abrutschen. Es kann durchaus zielführend sein, den Winkel aus Gründen der Schneelast grundsätzlich ein wenig zu vergrößern.
  • Solarmodule sollten vor dem Wintereinbruch vollständig und gründlich geprüft werden. So können Fehler, Schäden und Schwachstellen frühzeitig erkannt und behoben werden, ehe der Schnee die Situation verschlimmert.
  • Der liegende Schnee auf den Solarmodulen sollte von Ihnen auf jeden Fall von Hand entfernt werden. Ein weicher Besen hat hier oftmals gute Dienste geleistet und verlängert die Reichweite enorm.
  • Nach dem Winter sollten die Solarmodule erneut überprüft werden. So können Schäden durch den Schnee und die zusätzliche Belastung ebenfalls frühzeitig erkannt und identifiziert werden. Dies ist wichtig, damit die Schäden nicht die Leistung der Module mindern.

Sorgen Sie durch einen effektiven und vor allem individuellen Check für eine optimale Aufstellung Ihrer Solarmodule und sichern Sie diese passend gegen den Winter und die auftretende Schneelast ab. Besonders in schneereichen Regionen sparen die oben genannten Vorbereitungen und Hilfen viel Zeit und können teure Schäden zu vermeiden helfen.

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