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Photovoltaik registrieren – Register

Der Begriff Marktdatenstammregister geht einem nicht leicht von der Zunge und klingt zunächst einmal nach viel Bürokratie. Ist es auch, bietet allerdings auf der anderen Seite Vorteile.

Es handelt sich hierbei um eine Online-Datenbank. In diese muss sich jeder Netzbetreiber, jeder Betreiber von Photovoltaik-Anlagen eintragen. Ebenso jeder Letztverbraucher durch den Strom an Dritte weitergeleitet wird.

Die Registrierungspflicht gilt auch, wenn der Strom kostenfrei weitergegeben wird. Damit löst das Marktstammdatenregister die bisher genutzten Anlagenregister und das Photovoltaik-Meldeportal ab.

Welche Photovoltaik-Anlagen müssen registriert werden?

Grundsätzlich müssen alle Anlagen im Marktstammdatenregister erfasst werden. Darunter fallen Solaranlagen, ortfeste Batteriespeicher und auch Notstromaggregate.

Registrieren müssen sich sowohl die Betreiber der Anlage als auch alle anderen Akteure des Strom- und Gasmarkts.

Wenn Sie eine neue Photovoltaik-Anlage installieren lassen, haben Sie nach der Installation einen Monat Zeit für die Registrierung. Diese ist verpflichtend.

Ein Verstoß gegen die Registrierungspflicht kann mit Ordnungsgeldern von bis zu 50.000 Euro belegt werden.

Das Marktstammdatenregister als zentrale Meldestelle in Deutschland

Photovoltaik registrieren - Register
Photovoltaik registrieren ©HQUALITY – stock.adobe.com

Bisher wurden die verschiedenen Anlagen ebenfalls bei der Bundesnetzagentur angemeldet. Dies war unter anderem wichtig, damit Sie die festgeschriebene Einspeisevergütung erhalten konnten.

Lange Zeit wurde an einer Vereinheitlichung dieser Daten gearbeitet. Denn das Marktstammdatenregister war bereits im Jahr 2017 geplant. Konnte aufgrund verschiedener Verzögerungen aber erst viel später umgesetzt werden.

Nun steht das Marktstammdatenregister seit Ende Januar 2019 bereit, kann und muss von den verschiedenen Betreibern genutzt werden.

Photovoltaik registrieren – Was passiert, wenn Sie die Meldepflicht verletzen?

Wenn Sie Ihre neue Photovoltaik-Anlage nicht im Marktstammdatenregister registrieren lassen, stellt dies eine Ordnungswidrigkeit dar. Laut §9 des Energiewirtschaftsgesetzes kann die Höhe des Bußgeldes bis zu 50.000 Euro betragen.

Zudem können unter anderem Marktprämien, Förderungen und auch die Einspeisevergütung zurückgehalten werden. Ja sogar vollständig entfallen, wenn Sie die Registrierungspflicht verletzen. Sie sollten also zeitnah die Registrierung vornehmen.

Welche Daten werden im Marktstammdatenregister erhoben?

In diesem Register werden die sogenannten Stammdaten erhoben. Sie müssen unter anderem den Standort und die technischen Daten der Anlage im Register eintragen. Doch auch Ihre Kontaktdaten müssen zwingend in dem Register eingetragen werden.

Sie erhalten im Gegenzug eine Marktstammdatennummer, mit welcher jeder Marktteilnehmer eindeutig identifizierbar ist. Die meisten Daten des Registers sind öffentlich einsehbar.

Personenbezogene Daten werden dabei jedoch nicht veröffentlicht und stehen nur den zuständigen Behörden offen. Das Marktstammdatenregister soll zudem als Schnittstelle für die automatisierte Maschine-zu-Maschine-Kommunikation dienen. Somit den Datenabruf deutlich vereinfachen.

Ein weiterer Grund, warum das neue Marktstammdatenregister die bisherigen Meldestellen ersetzen soll. Noch sind diese Funktionen nicht freigeschaltet und aktiv, werden aber in Zukunft weiter in das Register integriert.

Gibt es Ausnahmen von der Registrierungspflicht?

Auch für Photovoltaik-Anlagen gibt es eine Ausnahmeregelung im Marktstammdatenregister.

Ausgenommen sind alle Photovoltaik-Anlagen, welche keinen mittelbaren und unmittelbaren Anschluss an das Stromnetz haben. Und bei denen keine kaufmännisch-bilanzierte Weiterleitung des gewonnenen Stroms stattfindet.

Anders ausgedrückt: Sie betreiben bspw. auf der Gartenhütte eine kleine Photovoltaik-Anlage. Sie nutzen den Strom immer direkt. Verwenden keinen Batteriespeicher. Dann muss diese Anlage nicht gemeldet werden.

Bereits die Installation eines Batteriespeichers für die Photovoltaik-Anlage ist meldepflichtig. So dass Sie diese Anlage in der Kombination registrieren müssten.

Was gilt für bereits bestehende Anlagen?

Auch bereits bestehende Anlagen müssen in dem Marktstammdatenregister eingetragen werden. Zwar war geplant, dass diese Daten automatisch übernommen werden. Dies stellte sich als technisch großes Hindernis heraus.

Dementsprechend müssen auch Betreiber älterer Anlagen diese nochmals im Marktstammdatenregister eintragen lassen.

Wenn die Inbetriebnahme der Anlage vor dem 01.07.2017 erfolgte, haben Sie eine Frist bis zum 31.01.2021 eingeräumt bekommen, um die fehlenden Daten im Marktstammdatenregister nachzutragen.

Bei einer Inbetriebnahme der Anlage nach dem 01.07.2017 liegt die Frist bei nur mehr sechs Monaten. Auch sollten Sie die Daten bis zum 31.07.2019 nachtragen.

Sinnvoll oder nicht? Das System des Marktstammdatenregisters

Bei der Planung des Systems haben sich viele Besitzer von Photovoltaik-Anlagen über diese Lösung beschwert und von einer zu großen Bürokratie gesprochen.

Da jedoch die Meldung und Registrierung über ein Online-Portal durchgeführt werden kann und die Meldung schnell und ohne Schwierigkeiten abläuft, müssen Sie sich keine Sorgen machen.

Einmal registriert kommen, soweit abzusehen, keine weiteren Aufgaben auf Sie zu.

Dementsprechend ist es in der Regel absolut kein Problem die eigene Anlage schnell zu registrieren und somit den direkten Zugriff auf die Einspeisevergütung zu erhalten.

Das befürchtete Bürokratie-Monster ist in diesem Fall ausgeblieben.

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Sie wissen nun, dass Sie eine neue Photovoltaik-Anlage registrieren müssen und wie diese Registrierung vonstattengeht.

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