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Photovoltaik Mehrfamilienhaus | Kosten | Eigenverbrauch

Photovoltaik im Mehrfamilienhaus – viele Optionen zu beachten

Für ein Mehrfamilienhaus rechnet sich die Anschaffung einer Photovoltaik-Anlage besonders. Wir zeigen Ihnen, worauf bei der Planung zu achten gilt!

Photovoltaik im Mehrfamilienhaus – verschiedene Modelle denkbar

In einem Mehrfamilienhaus rentiert sich eine Photovoltaik-Anlage ganz besonders gut. Wichtig sind hierbei allerdings verschiedene Faktoren, welche von Ihnen bereits im Vorfeld bei der Planung beachtet werden müssen.

Wir zeigen ihnen, worauf es in jedem Fall zu achten gilt und welche unterschiedlichen Modelle für Sie in Frage kommen. So können Sie sich leichter für eine bestimmte Lösung entscheiden.

Unterschiede zwischen Mietshaus und Mehrfamilienhaus mit Eigentümergemeinschaft

Es macht einen deutlichen Unterschied, ob es sich bei dem Mehrfamilienhaus um ein Gemeinschaftseigentum mit verschiedenen Eigentumswohnungen oder um ein Mietshaus handelt. Denn in beiden Varianten müssen unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt werden.

Zudem gilt es auch steuerlich anders zu agieren. Einfacher und unkomplizierter ist es in der Regel bei einer Eigentümergemeinschaft. Hier kann die Installation einer PV-Anlage in der Versammlung beschlossen und von allen Eigentümern gleichermaßen getragen werden.

Photovoltaik Mehrfamilienhaus
©Wolfgang Cibura – stock.adobe.com

Über die Rücklagenbildung lässt sich auch die Wartung und die Reparatur der Anlage dauerhaft sicherstellen. Bei einem Mietshaus sind Sie hingegen allein verantwortlich für die Anlage und müssen entsprechende Rücklagen bilden. Dafür profitieren Sie allerdings auch von den finanziellen Vorteilen.

InDach oder AufDach-Anlage – bei Sanierungen ist die Entscheidung einfach

Auch der Aufbau der Photovoltaikanlage kann unterschiedlich realisiert werden. Sie können auf die klassische Bauform der Anlage mit der AufDach-Montage setzen oder die moderne InDach-Montage wählen.

Vor allem bei einem Neubau oder bei einer anstehenden Dachsanierung raten wir allerdings zur InDach-Montage. Denn bei dieser Variante sparen Sie sich die Kosten für die herkömmliche Dacheindeckung, was die gesamte Photovoltaik-Anlage finanziell deutlich attraktiver erscheinen lässt.

Die Photovoltaik-Anlage als Gemeinschaftseigentum

Bei einem Gemeinschaftseigentum ist es denkbar einfach sich für eine PV-Anlage zu entscheiden. In der Regel finden regelmäßig Eigentümerversammlungen ab, in welchen die verschiedenen Vorschläge eingebracht werden können.

Vor allem die Möglichkeiten der finanziellen Einsparungen und der Rendite überzeugen die meisten Eigentümer von einem solchen Projekt. Vor allem, da die Kosten durch die Gemeinschaft geteilt und somit für den Einzelnen überschaubar bleiben.

Die Kosten der Solaranlage beim Mehrfamilienhaus

Neben den reinen Anschaffungskosten der Photovoltaikanlage müssen Sie in jedem Fall auch die Montagekosten bedenken. Vor allem bei größeren Anlagen sinken die Preise allerdings in beiden Bereichen spürbar. Aus diesem Grund rentieren sich große Anlagen auf Mehrfamilienhäusern ganz besonders stark.

Ein Beispiel: Bei einem Mehrfamilienhaus mit 6 Wohnparteien, sollte die Leistung der Anlage zwischen 20 und 30 kWp liegen. Das bedeutet, dass Sie eine Dachfläche von 100 bis 180 Quadratmetern benötigen und die Anlage zwischen 30.000 und 45.000 Euro kosten wird.

Als Vermieter sind drei Modelle denkbar

In einem Mietshaus mit Ihnen als Vermieter können Sie die eigene Solaranlage auf unterschiedliche Weise nutzen.

Wichtig ist, dass Sie die Photovoltaik beim Mehrfamilienhaus so nutzen, dass die Lösung für Sie möglichst wirtschaftlich ist und sich die Arbeit und die damit verbundene Arbeitszeit in Grenzen hält.

Denn Mieterstrom und dessen Abrechnung sind selbstverständlich auch für Sie als Vermieter mit Aufwand verbunden.

Der ausschließliche Verkauf von Solarstrom

Sie als Hausbesitzer verkaufen nur den erzeugten Solarstrom an Ihre Mieter. Diese müssen zusätzlich beim zuständigen Energieversorger ebenfalls einen Vertrag abschließen und somit auch dort für den Strom bezahlen.

Diese Lösung ist bei wenigen Mietparteien durchaus interessant, da die Mieter somit sehr günstig den Solarstrom erwerben können und dennoch umfassend abgesichert sind. Sie als Vermieter haben mit diesem Modell sehr wenig Arbeit.

Der Vermieter als vollwertiger Stromlieferant

Photovoltaik MFH
©Kara – stock.adobe.com

Sie können auch als vollwertiger Stromlieferant für Ihre Mieter auftreten. In diesem Fall kaufen Sie den benötigten Reservestrom bei Ihrem örtlichen Energieversorger zu.

Der Vorteil für die Mieter liegt vor allem darin, dass nur eine Rechnung bezahlt und der Strom nur von Ihnen bezogen werden muss.

Sie haben allerdings deutlich mehr Aufwand, welcher sich vor allem bei sehr großen Mieterzahlen rentieren kann. Bei nur wenigen Mietern ist dieses Modell in der Regel weniger zielführend.

Stromverkauf durch externe Dienstleister

Eine Möglichkeit den Stromverkauf zu realisieren ist das Zwischenschalten externer Dienstleister. Dies ist zwar für Sie mit weiteren Kosten verbunden, was die Rendite senkt, mindert auf der anderen Seite aber auch Ihren Aufwand und vor allem auch das Risiko.

Viele Hausbesitzer wählen diese Variante, um sich möglichst wenig Arbeit zu machen und den Stromverkauf einfacher abwickeln zu können.

Das Mietshaus und die Steuer – PV-Anlagen stellen besondere Anforderungen

Wichtig ist, dass Sie sich im Vorfeld von einem kompetenten Steuerberater beraten lassen, welches Modell für Sie besonders in Frage kommt. Denn der Mieterstrom und die Abrechnung sind nicht nur für Sie mit einem erhöhten Aufwand verbunden, Sie müssen auch die EEG-Umlage und natürlich auch die Steuer bedenken.

Dementsprechend ist eine persönliche und auf die individuelle Situation angepasste Beratung besonders wichtig. Hier können wir keine direkten Ratschläge geben, da sich die Situationen zu stark voneinander unterscheiden und somit generelle Ratschläge im schlimmsten Fall kontraproduktiv sein könnten.

Fazit: In einem Mehrfamilienhaus lohnt sich eine PV-Anlage

Grundsätzlich eignen sich moderne PV-Anlagen hervorragend für die Nutzung auf Mehrfamilienhäusern. Dank der größeren Dachfläche kann die Anlage entsprechend groß dimensioniert werden.

Zudem steigt der Anteil des Eigenverbrauchs aufgrund der höheren Zahl an Nutzern signifikant an. Wenn Sie sich in einer Eigentümergemeinschaft für eine solche Lösung entscheiden, profitieren in der Regel alle Bewohner des Hauses nachhaltig. Doch auch in einem Mietshaus kann sich die Anschaffung einer solchen Anlage für Sie als Vermieter lohnen.

Nutzen Sie unseren umfassenden Service und lassen Sie sich einige Beispiele für eine PV-Anlage an Ihrem Mehrfamilienhaus berechnen. So erhalten Sie einen direkten Überblick über die Kosten und die mögliche Rendite einer solchen Anlage.

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