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Photovoltaik Förderung

Künftigen Besitzern von Photovoltaikanlagen stehen mehrere Optionen zur Verfügung, die Investition in saubere Energie fördern zu lassen.

Es sind nach wie vor nämlich die relativ hohen Investitionskosten, die Hausbesitzer oftmals davon abschrecken, sich endlich die eigene Anlage aufs Dach zu setzen.

Neben den staatlichen Förderprogrammen bieten auch große Energieversorger Alternativen, was deren Finanzierung anbelangt.

Ihre neue PV-Anlage – Die Ausgangssituation

Bevor die Suche nach einem geeigneten Förderprogramm beginnt, sollten Sie sich über ein paar wichtige Fragestellungen im Klaren sein. Denn ob bestimmte Förderprogramme zur Verfügung stehen, hängt davon ab, ob eine neue Anlage errichtet oder eine bereits bestehende Photovoltaik-Anlage erweitert werden soll.

Darüber hinaus spielt es eine Rolle, ob die PV-Anlage auf einem Privathaus oder einem Geschäftsgebäude errichtet werden soll. Zuletzt sollte geklärt werden, welcher Typ Solaranlage überhaupt Verwendung finden soll.

Beachten Sie, dass die Förderungen stets an konkrete Voraussetzungen gebunden sind. Zudem sollte die Förderung vor dem Kauf der Anlage beantragt werden.

Förderung über Einspeisevergütung

Photovoltaik Förderung
Photovoltaik Förderung ©esbobeldijk – stock.adobe.com

Die Einspeisevergütung ist die gängigste Art der Förderung von Photovoltaikanlagen und wird durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) geregelt. Unter Einspeisevergütung ist jener Beitrag zu verstehen, der Betreibern von Photovoltaikanlagen vom Netzbetreiber gezahlt wird, wenn er den Solarstrom in das öffentliche Stromnetz einspeist.

Dabei sollte beachtet werden, dass sich der Betrag kontinuierlich verändert. Der Politik dient er daher auch als Instrument zur Steuerung des Solarausbaus in Deutschland.

Geregelt ist die Einspeisevergütung als fester Vergütungssatz, der dem Anlagenbetreiber pro Kilowattstunde ausgezahlt wird. Der Zeitraum beträgt 20 Jahre nach Inbetriebnahme der Anlage, was die Vergütung zu einem wichtigen Faktor im Rahmen der Rentabilitätsrechnung macht. Die Vergütung wird dann über den kompletten Zeitraum hinweg beibehalten.

Wurde eine neue PV-Anlage also im März 2018 in Betrieb genommen, erhält deren Betreiber bis März 2038 eine Vergütung im Wert von 12,20 Cent – unabhängig von der weiteren Entwicklung.

Die Einspeisevergütung stellt somit eine solide Kalkulationsgrundlage dar. Angesichts der aktuellen Entwicklung, dass der Vergütungssatz auch künftig weiter gesenkt werden wird, lohnt sich ein möglichst früher Einstieg.

Lohnt sich der Eigenverbrauch?

Statt einer Einspeisung des Solarstroms in das öffentliche Stromnetz kann die auf dem Dach gewonnene Energie natürlich auch einfach selbst genutzt werden. Im Hinblick auf die aktuelle Entwicklung der Strompreise ist dies sogar eine sehr lohnenswerte Vorgehensweise.

Aktuell liegt der Strompreis bei durchschnittlichen 29 Cent je Kilowattstunde und ist damit mehr als doppelt so hoch wie die Einspeisevergütung. Ein möglichst hoher Eigenverbrauch lohnt sich also für den Anlagenbetreiber, denn je mehr eigener Strom genutzt wird, desto weniger teurer Netzstrom wird benötigt und umso geringer fallen die eigenen Energiekosten aus.

Vor allem für die Betreiber von Kleinanlagen ist dieses Vorgehen interessant, da der Eigenverbrauch bislang noch nicht mit finanziellen Abgaben belegt wurde. Die EEG-Umlage muss nur von Eigenverbrauchern entrichtet werden, deren Anlagen die Leistung von 10 kWp überschreiten.

Angehende Betreiber von Solaranlagen sollten darüber hinaus beachten, dass sie die Stammdaten ihrer Anlagen über das PV-Meldeportal ins Stammdatenregister eintragen. Dies wurde mit dem EEG in der Fassung vom 1. Juli 2017 so festgelegt. Nur mit diesem Eintrag ist eine Förderung nach EEG seitdem möglich.

Investitionsförderung durch die KfW-Bank

Die Vergütung nach EEG beeinflusst zwar den Ertrag der Anlage, unterstützt den Hausbesitzer aber noch nicht direkt bei deren Finanzierung. Zu diesem Zweck wurden von staatlicher Seite Förderprogramme aufgelegt, die über die Kreditanstalt für Wiederaufbau in Anspruch genommen werden können.

Voraussetzung für eine Förderung ist, dass die Anlage den Anforderungen des EEG gerecht wird. Ein Anschluss an das öffentliche Stromnetz muss daher gegeben sein und das Gebäude darf nicht allein zum Zwecke des Betriebs einer Photovoltaikanlage errichtet worden sein.

Die KfW richtet sich mit ihrem Angebot sowohl an Privatpersonen als auch an Unternehmen und Organisationen. Die Förderung können Sie in Form eines sehr zinsgünstigen Kredites und eines Investitionszuschusses in Anspruch nehmen.

Bei Krediten stehen Ihnen Laufzeiten zwischen 5 und 20 Jahren zur Verfügung. Zusätzlich könne tilgungsfreie Anlaufjahre vereinbart werden. Die Durchführung der Maßnahme findet über die eigene Hausbank statt.

Eines der infrage kommenden Programme ist das “Programm erneuerbare Energie – Standard – Photovoltaik (270)“. Als Betreiber erhalten Sie hier finanzielle Unterstützung bei Anlagenkauf und bei deren Installation. Seit Mai 2013 sind auch Batteriespeicher förderfähig (Programm 275). Hier wird jedoch vorausgesetzt, dass ein Teil des Solarstroms ins Netz eingespeist wird.

Förderprogramme der Bundesländer und Kommunen

Auch die einzelnen Bundesländer legen immer wieder zeitlich befristete Förderprogramme auf, um den Ausbau von Solarenergie voranzubringen. Konkret handelt es sich dabei um Anschaffungshilfen, Zuschüsse, die Übernahme von Erstberatungskosten sowie die günstige Vergabe von Krediten.

Der Schwerpunkt der Förderung wird derzeit mehr und mehr in die Bereiche Energiespeicher und Ladesäulen verschoben. Darüber hinaus zeigt sich ein gesteigertes Interesse daran, regenerative Energien und CO2-neutrales Heizen zu fördern. Auch das Thema Mieterstrom gewinnt zusehends an Relevanz. Hinzu kommen regional begrenzte Förderprogramme einzelner Städte und Kommunen.

Um angesichts dieser vielfältigen Möglichkeiten einen Überblick zu erhalten, empfiehlt sich ein Blick in die Förderdatenbank des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie oder die Datenbank des BINE Informationsdienstes.

Da Sie die Anschaffung einer Photovoltaikanlage planen, sollten Sie zügig handeln, denn viele Förderprogramme laufen in absehbarer Zeit aus. Oftmals werden diese zwar neu aufgelegt, dann aber oft zu weniger günstigen Konditionen.

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