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Photovoltaik Einspeisevergütung | Einspeisen

Photovoltaikanlagen werden vom Staat durch die sogenannte Einspeisevergütung gefördert. Rechtsgrundlage für die Photovoltaik Einspeisevergütung ist das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG).

Ziel dieses staatlichen Förderinstrumentes ist, Investitionen in Solarstrom zu erhöhen und erneuerbare Energien auszubauen.

Welche Faktoren die Höhe der Einspeisevergütung bestimmen und wie hoch die Photovoltaik Einspeisevergütung in 2019 ist – hier sind die wichtigsten Fakten.

So funktioniert die Photovoltaik Einspeisevergütung 2019

Mit von Photovoltaikanlagen erzeugter Strom wird über die Einspeisevergütung staatlich gefördert. Das gilt sowohl für private Haushalte als auch für Unternehmen, das Gewerbe und für alle, die Strom sowohl für den Eigenverbrauch als auch für die Einspeisung in das öffentliche Stromnetz produzieren.

Photovoltaik Einspeisevergütung | Einspeisen
Photovoltaik Einspeisevergütung ©Tatjana Balzer – stock.adobe.com

Es sind netzgekoppelte Photovoltaikanlagen, die darüber hinaus auch als Investitionsobjekt wirtschaftlich attraktiv geworden sind. Die öffentliche Förderung trägt dazu bei, dass der Anteil des durch Photovoltaik produzierten Solarstroms erheblich gestiegen ist.

Anlagenbetreiber erhalten für den in das öffentliche Netz eingespeisten Solarstrom eine festgelegte Vergütung, die über einen Zeitraum von 20 Jahren garantiert wird. Die Höhe der Vergütung ist abhängig davon, in welchem Monat die Anlage in Betrieb genommen wird.

Sinkt die Einspeisevergütung in Zukunft weiter, gilt die dem Betreiber garantierte Höhe für die folgenden 20 Jahre und wird nicht beeinflusst. Der lokale Netzbetreiber ist außerdem dazu verpflichtet, den erzeugten Strom zu dem staatlich garantierten Preis abzunehmen. Die Einspeisevergütung Photovoltaik wird von dem lokalen Stromnetzbetreiber ausgezahlt, an dessen Netz die Anlage angeschlossen ist.

Bezüglich der Höhe ist der Stromnetzbetreiber an den staatlich vorgegebenen Preis gebunden. Regelmäßig erzielt der Netzbetreiber beim Verkauf des Stroms einen deutlich niedrigeren Preis, wobei er diese finanziellen Verluste erstattet bekommt. Sie werden über die EEG-Umlage finanziert, die jeder private Haushalt und zahlreiche Gewerbetreibende entrichten müssen.

Die Einspeisevergütung Photovoltaik und ihre Entwicklung

Seit der Verabschiedung des EEG im Jahr 2000 gibt es die feste Einspeisevergütung Photovoltaik und die garantierte Abnahme des erzeugten Stroms. Ziel der Einführung war, den Markteintritt der damals jungen Technologie zu unterstützen und den Klimaschutz voranzutreiben. Gleichzeitig sollten die durch den Energieimport entstandenen volkswirtschaftlichen Kosten gesenkt werden.

EEG 2014: Die Reform des EEG

Im Jahr 2014 folgte eine Reform des EEG, die die Förderung von Photovoltaikanlagen auf eine neue Grundlage stellte. Mit der EEG Novelle 2014 wurde die monatliche Kürzung der Solarförderung von bisher 1 Prozent auf 0,5 Prozent Basisdegression herabgesetzt. Abgeschafft wurde das Marktintegrationsmodell.

Stattdessen erhielten Neuanlagen erneut die Einspeisevergütung auf die gesamte erzeugte Strommenge. Dafür müssen Neuanlagen eine Abgabe auf den Solarstrom zahlen, den sie selbst verbrauchen, wobei Neuanlagen mit einer Leistung unter 10 Kilowatt Peak (kWp) pro Leistung ausgenommen sind.

Seit 2014 erhalten PV Neuanlagen keine Einspeisevergütung mehr, deren Leistung über 100 kWp liegt. Sie müssen sich stattdessen einen Direktvermarkter für die Stromeinspeisung suchen.

EEG 2017: Eine weitere Phase der Energiewende

Mit dem EEG 2017 tritt die Energiewende in eine weitere Phase ein. Ab diesem Zeitpunkt wird die Vergütung des Stroms aus erneuerbaren Energien nicht mehr staatlich festgelegt, sondern durch Ausschreibungen ermittelt.

Ausgenommen ist die Förderung für Anlagen unter 10 kWp, sodass private Haushalte von der erneuten Änderung nicht betroffen sind. Sie erhalten weiterhin die staatliche Förderung in Form der Photovoltaik Einspeisevergütung.

Photovoltaikanlagen über 100 kWp müssen den selbst erzeugten Strom über einen Direktvermarkter verkaufen, wofür sie anteilig eine Marktprämie bekommen.

Für die Höhe der Einspeisevergütung Photovoltaik maßgebliche Faktoren

Nach dem EEG haben Betreiber von Photovoltaikanlagen für den eingespeisten Strom einen Anspruch auf die Photovoltaik Einspeisevergütung für 20 Jahre einschließlich des Jahres der Inbetriebnahme. Daneben kann der erzeugte Strom selbst verbraucht werden.

Die Höhe der Photovoltaik Einspeisevergütung ist von verschiedenen Faktoren abhängig, nämlich der Anlagengröße, der Anlagenart und dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme. Insoweit ist die Höhe der Einspeisevergütung für Photovoltaikanlagen nicht einheitlich geregelt, sondern orientiert sich an der maximalen Leistung der PV Anlage.

Dadurch hat der Gesetzgeber die Möglichkeit, den Ausbau erneuerbarer Energien seinen Zielen entsprechend voranzutreiben. Deshalb wurde 2014 mit der Reform des EEG die Degression eingeführt.

Die Degression bedingt eine Verringerung der Einspeisevergütung Photovoltaik bei gleichzeitiger Steigerung der Bezugsgröße. Das bedeutet, dass die weitere Entwicklung der Einspeisevergütung Photovoltaik von der Bundesnetzagentur anhand des Zubaus neuer Anlagen berechnet wird. Was sich von Monat zu Monat verringert, ist der Vergütungssatz für neu gebaute und in Betrieb genommene Anlagen und nicht für Bestandsanlagen.

Die im Zeitpunkt der Inbetriebnahme zugesagte Einspeisevergütung Photovoltaik ist von künftigen Absenkungen nicht betroffen. Allerdings ist die Höhe dieses Degressionssatzes nicht festgeschrieben, sondern wird quartalsweise – jeweils zum 1. Januar, 1. April, 1. Juli und 1. Oktober – angepasst.

Ausblick: Lohnt sich die Einspeisevergütung für Photovoltaik noch?

Mit Blick auf die vergangenen Jahre sind die Vergütungssätze des EEG für Anlagen kleiner als 10 kWp minimal gesunken. Von Oktober 2016 bis zum Januar 2019 waren es lediglich 0,84 Cent, nämlich von 12,31 Cent pro Kilowattstunde (kWh) auf 11,47 Cent/kWh.

Die sinkende Einspeisevergütung wird jedoch durch die günstigeren Preise für die Photovoltaik Technik ausgeglichen, sodass die Anschaffung einer Photovoltaikanlage auch weiterhin wirtschaftlich rentabel ist. Das gilt insbesondere für die Erzeugung von Solarstrom für den Eigenverbrauch.

Auch wenn die staatliche Förderung sinkt, bietet der Eigenverbrauch von selbst erzeugtem Strom enorme Kostenvorteile. Kostet die Produktion von Solarstrom rund 15 Cent, ist die Kilowattstunde Strom aus dem öffentlichen Netz ungefähr doppelt so teuer.

Das ist eine deutliche Kostenersparnis, wobei die Gewinnspanne angesichts steigender Strompreise in Zukunft noch deutlicher ausfallen wird. In diesem Zusammenhang ist es interessant, einen Stromspeicher zu installieren, zumal es auch hier Fördermöglichkeiten gibt.

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