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Marktstammdatenregister PV

Was ist ein Marktstammdatenregister?

Beim Marktstammdatenregister, abgekürzt auch MaStR genannt, handelt es sich um ein behördliches Register für den Gas- und Strommarkt.

Wozu wird das Marktstammdatenregister benötigt?

  • Es dient zur Registrierung aller Anlagen zur konventionellen und erneuerbaren Gas- und Stromerzeugung. Zudem werden im MaStR industrielle Verbrauchsanlagen vermerkt.
  • Darin erfasst werden beispielsweise Photovoltaikanlagen, Biogas- und Windkraftanlagen, Batteriespeicher, Anlagen zur Kraft-Wärme-Kopplung sowie Gasspeicher.
  • Das Marktstammdatenregister hat zum Ziel, die Qualität und Verfügbarkeit der Daten aus dem Bereich der Energiewirtschaft zu verbessern.
  • Sämtliche Daten werden veröffentlicht, mit Ausnahme von persönlichen Daten und Daten kleinerer Anlagen von unter 30 kWp. Mit dem MaStR soll die faire Preisbildung und die Markttransparenz verbessert werden.

Welche Stammdaten sind im Marktstammdatenregister vermerkt?

Bei den Stammdaten des MaStR handelt es sich um Daten, die sich grundsätzlich oder nur sehr selten ändern. Dazu zählen der Standort der Anlage, die Unternehmensform des Betreibers, Kontaktinformationen, technische Daten zur Anlage sowie die technische Zuordnung, wie beispielsweise der Netzanschlusspunkt. Bewegliche Daten, wie Speicherfüllstände oder Zählerstände, werden Sie im MaStR nicht finden.

Gesetzliche Regelungen zum MaStR

Der § 111e und §111f des EnWG (Energiewirtschaftsgesetz) bilden die Grundlage des Marktstammdatenregisters. Das elektronische Verzeichnis energiewirtschaftlicher Daten wird von der Bundesnetzagentur betrieben. Vorgaben dafür stellt die MaStR-Verordnung, die am 1. Juli 2017 in Kraft trat.

In der Zwischenzeit kam es zu einer Novellierung dieser Verordnung, die seit dem 21. November 2018 in Kraft getreten ist und vor allem Fristenregelungen behandelt. Netzbetreiber und private Betreiber von EEG-Anlagen haben laut Marktstammdatenregisterverordnung gewisse Meldepflichten, die sie einhalten müssen.

Die Meldepflichten für Photovoltaikanlangen und Batteriespeicher

Marktstammdatenregister PV
Marktstammdatenregister, MaStR ©Marco2811 – stock.adobe.com

Laut dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) aus dem Jahr 2009 sind Betreiber von PV-Anlagen dazu verpflichtet, der Bundesnetzagentur Informationen über den Standort und die Leistung der Anlage zu übermitteln. Diese Meldepflicht besteht ganz unabhängig davon, ob Sie als Anlagebetreiber Förderungen erhalten, oder nicht.

Ohne Registrierung der Anlage ist eine finanzielle Förderung, wie die Einspeisevergütung, grundsätzlich nicht möglich. Die Meldung bei der Bundesnetzagentur muss durch Sie als Betreiber erfolgen. Sie können aber auch eine bevollmächtigte Person zur Registrierung beauftragen. In jedem Fall muss die Meldung innerhalb eines Monats, nach Inbetriebnahme der Anlage, erfolgen.

Aktuell gibt es für PV-Anlagen, die nicht im freien Gelände betrieben werden, ein gesondertes PV-Meldeportal. Eine vorläufige Registrierung ist verpflichtend derzeit nur für PV-Anlagen vorgeschrieben, wenn

  • deren Inbetriebnahme nach dem 30. Juni 2017 erfolgte
  • deren installierte Leistung sich geändert hat
  • die Anlage bisher noch gar nicht angemeldet war, also vor der verpflichtenden Anmeldung im Jahr 2009 in Betrieb genommen wurden.

Falls Sie zu den Betreibern anderer Anlagen gehören, können Sie sich mit der Registrierung Zeit lassen, bis das Webportal online gegangen ist. Nachdem das Online-Portal freigeschaltet wurde, haben Sie für das Eintragen Ihrer Daten zwei Jahre Zeit.

Sie müssen aber unabhängig von der Größe Ihre Anlage registrieren, sprich, auch kleine Solaranlagen auf dem Balkon oder der Terrasse müssen registriert werden. Eine Ausnahme besteht jedoch für Anlagen, die nicht an das allgemeine Netz angeschlossen sind.

Was man sonst noch über das MaStR wissen sollte

Das Marktstammdatenregister ist bereits seit 4. Dezember 2018 online, weshalb Unternehmen und Netzbetreiber von Strom- und Gasnetzen bereits jetzt die Anlage registrieren können. Alle anderen Marktteilnehmer können die Registrierung ab dem 31. Januar 2019 durchführen.

Wichtig: Neu registrieren

Falls Sie über eine Anlage verfügen, die bereits gemeldet wurde, müssen Sie eine erneute Registrierung beim MaStR durchführen, da alte Daten nicht übernommen werden. Stromspeicher werden übrigens zu Energieerzeugungsanlagen hinzugezählt.

Bei einer Inbetriebnahme von Speicher, die ausschließlich erneuerbare Energiequellen speisen, muss eine Meldung innerhalb von vier Wochen erfolgen. Speicher, die vor dem 1. August 2014 in Betrieb genommen wurden, können noch nicht registriert werden.

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