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Einstrahlungskarte des DWD

Über Deutschland scheint die Sonne häufiger als oft angenommen. Durchschnittlich kommen bezogen auf das gesamte Bundesgebiet zwischen 1.300 und 1.900 Sonnenstunden zusammen.

Bei 8.760 Stunden, die das Jahr insgesamt zählt, ist das ein recht hoher Anteil.

Anders ausgedrückt gelangen über die Sonneneinstrahlung hierzulande im Mittel je Quadratmeter rund 1.000 Kilowattstunden (kWh/m2) Energie im Jahr an die Erdoberfläche.

Wie viel Sie davon mit einer Photovoltaikanlage nutzbar machen können, hängt jedoch von den lokalen Gegebenheiten ab.

Einstrahlungskarte Deutsche Wetterdienst

Mit der Einstrahlungskarte bietet der Deutsche Wetterdienst (DWD) einen Service an, der Ihnen dabei hilft, Ihre möglichen Stromerträge einzuschätzen.

Auf ihr sind die genauen Energiewerte pro Quadratmeter abhängig von der Sonneneinstrahlung eingetragen. Möglich wird dies durch satellitengestützte Informationen, die der DWD schon seit vielen Jahren auswertet.

Einstrahlungskarte Sonneneinstrahlung
Einstrahlungskarte Sonneneinstrahlung ©Arthur Kattowitz – stock.adobe.com

Dabei fließen in die Berechnungen für die Einstrahlungskarte nicht nur die Anzahl der regionalen Sonnenstunden ein. Auch andere Strahlungsarten werden berücksichtigt.

Ein Blick in die Einstrahlungskarte zeigt, dass nach Süden hin die Stromerträge einer Photovoltaikanlage steigen können. In einigen Gebieten nahe der Grenze zu Österreich bringt die Sonneneinstrahlung sogar eine potentielle Ausbeute von über 1.200 kWh/m2.

Der Norden hingegen punktet durch Häufigkeit und Intensität von Winden. Für die Solarmodule bedeutet das eine wirksame Kühlung. Das spricht auch hier für den Einsatz einer Photovoltaik-Anlage. Was die eigentlichen Sonnenstunden angeht, gehören übrigens einige Nord- und Ostseeinseln ebenfalls zu den Spitzenreitern in Deutschland.

Dach-Neigewinkel der Photovoltaikanlage

Einen erheblichen Einfluss auf die Höhe der Stromerträge haben darüber hinaus der Neigewinkel des Dachs sowie die Ausrichtung der Photovoltaikmodule.

Die besten Ergebnisse erreichen Sie, wenn die Photovoltaikanlage in einem ca. 30-Grad-Winkel exakt nach Süden ausgerichtet ist. Allerdings kann dies in den wenigsten Fällen realisiert werden.

Merke: Lediglich im Falle eines Flachdachs ist oft eine präzise Südausrichtung möglich.

Bei allen anderen Dächern kommt es zu Leistungsminderungen durch horizontale und vertikale Abweichungen von der Ideal-Ausrichtung, die sich im Bereich von 10 Grad bis 60 Grad bewegen können.

Ausrichtung der Photovoltaikanlage

Damit Ihr Ertrag so wenig wie möglich geschmälert wird, ist es erforderlich, nach den Gegebenheiten vor Ort die Ausrichtung optimal anzupassen. Dabei gilt es auch, einen Schatten-Einfall auf die Photovoltaik-Anlage zu vermeiden.

Er kann durch Gebäude in der Nähe auftreten aber auch durch Bäume verursacht werden. Beziehen Sie bei der Planung ebenfalls mögliche zukünftige Neubaumaßnahmen in der Umgebung sowie das Wachstum angrenzender Bäume ein.

So kann ihre Photovoltaikanlage über viele Jahre ungehindert einen optimalen Energieertrag bringen.

Über Fragen zur Eignung Ihres Daches für eine Photovoltaik-Anlage gibt das sogenannte Solarkataster Auskunft. Neben der Einstrahlungskarte lohnt es sich also auch das Solarkataster vor der Standortwahl zu Rate zu ziehen.

Unterschiedliche Bewertung der Sonneneinstrahlung

Darüber hinaus ist es in jedem Fall sinnvoll, sich zusätzliche professionelle Hilfe für die Effizienzberechnung Ihrer geplanten Photovoltaikanlage zu sichern. So wichtig die in der Einstrahlungskarte angegebenen Werte auch sind: Sie haben nur eine begrenzte Aussagekraft.

Es liegt hier nämlich eine meteorologische Betrachtung vor. Sie befasst sich mit dem Energiewert der Strahlung auf ein horizontal am Boden liegendes Medium.

Die Analyse des möglichen Energieertrags einer Solaranlage hingegen ist abhängig von der idealen Ausrichtung der Solarmodule. Daher muss hier der Einwirkungsgrad der Sonne auf Objekte herausgefunden werden, die sich in einem Neigewinkel zur Erdoberfläche befinden.

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